Ein- und Durchschlafstörungen

Ein- und Durchschlafstörungen

"Wenn die Nacht zum Tag wird"

  • Ihr Kind will nicht ins Bett, steht immer wieder auf oder ruft nach Ihnen?
  • Ihr Kind kann nur in ihrem Beisein ein- oder durchschlafen?
  • Schläft ihr Kind stets in ihrem Ehebett oder kommt nachts zu ihnen ins Bett?
  • Ist der Nachtschlaf der gesamten Familie durch viele Unterbrechungen gekennzeichnet?
  • Sie möchten, dass die ganze Familie einen ungestörten und erholsamen Nachtschlaf bekommt
  • Sie sind daran interessiert, psychosomatische Krankheiten und Verhaltensprobleme  aus einer Umfassenden Perspektive zu betrachten
  • Sie sind bereit, aktive Mitarbeit in der Therapie zu leisten

Dann sind Sie hier richtig!

Was tun, wenn Ihr Kind...

  • nicht ins Bett gehen will, immer wieder aufsteht oder nach Ihnen ruft?
  • verlangt, dass Sie bei ihm bleiben, bis es eingeschlafen ist?
  • nur auf dem Arm oder mit der Flasche einschlafen kann?
  • nur bei Licht, Musik oder Fernsehen einschläft?
  • ungewöhnlich lange zum Einschlafen braucht?
  • einschlafen möchte, aber nicht kann, sich unruhig hin und her wälzt?
  • immer wieder schreit und weint?
  • nachts oft wach wird, häufig zu den gleichen Zeiten?
  • nachts immer wieder etwas essen, trinken oder zu Ihnen ins Bett möchte?
  • nachts Ängste, Alpträume oder Schreiattacken entwickelt?
  • nachts immer öfter gestillt werden oder die Flasche bekommen möchte?
     
  • morgens zu früh oder immer früher wach wird?
  • morgens nicht richtig ausgeruht und leicht reizbar ist?

Wie kann man sich solche Störungen erklären?

Jedes Problem hat seine eigenen Ursachen und seinen eigenen Grund

In den letzten Jahren ist eine deutliche Zunahme an psychosomatischen Erkrankungen, Angsterkrankungen sowie Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter zu verzeichnen.

Auch Schlafverhaltensstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter haben deutlich zugenommen.
Nicht selten entstehen Schlafprobleme nach körperlichen Erkrankungen des Kindes (z.B. Infekten), manchmal spielt auch der Alltagsstress eine Rolle. Bei einigen Kindern zeigen sich Störungen im Schaf-Wachrhythmus relativ plötzlich oder schon von Geburt an, bei den meisten entwickelt sich die Störung nach und nach.
Auch bei den Eltern kann es in diesem Zusammenhang zu Schlafstörungen kommen.

Das Auftreten einer derartigen Symptomatik schlicht auf die mangelnde Erziehungskompetenz der Eltern zurückzuführen - wie es oftmals geschieht - wird der Komplexität des Problems nicht gerecht.

Gemeinsam mit Ihnen führen wir eine genaue Abklärung der körperlichen, psychologischen sowie entwicklungsbedingten Faktoren durch, um daraus eine effektive Therapie einleiten zu können.

Zur Therapie:
Das Schlafverhaltenstraining basiert auf verhaltenstherapeutischen und systemischen Grundlagen. Ein überschaubarer Tagesablauf mit kindgerechten Aktivitäten, regelmäßige, altersentsprechende Schlafens- und Erholungszeiten sind die Vorrausetzung für ein gesundes Schlafverhalten. Dass der Schlaf etwas mit Erholung und Verarbeitung zu tun hat, ist jedem bekannt. Das Schlafverhalten lässt sich somit nur dauerhaft verbessern, wenn ihr Kind lernt, auch tagsüber besser und entspannter mit Veränderungen und Stress umzugehen. Therapieziel ist, insgesamt eine positive Kommunikation zwischen Eltern und Kind aufzubauen. Mit Ihnen zusammen entwickeln wir eine umfassende und zielgerichtete Behandlungsstrategie. Schlafstörungen treten meist nicht isoliert auf, sondern es gibt oft auch in anderen Lebensbereichen Probleme. Deshalb ist es für einen nachhaltigen Erfolg notwendig, alle Problembereiche in der Therapie zu berücksichtigen. Die Hauptbezugsperson des Kindes wird grundsätzlich mit aufgenommen, wenn möglich wird auch der Partner in die Therapie mit eingebunden.

Das Schlafverhaltenstraining (SVT)
Die dreiwöchige Therapie ist standardisiert und beinhaltet mehrere Bausteine. Sie sind in einem Eltern-Kind-Zimmer unterbracht, in welchem auch nachts das Schlaftraining durchgeführt wird. Nach psychologischen und ärztlichen Vorgesprächen besprechen Sie mit der Nachtschwester die konkrete Vorgehensweise. Es ist wichtig für den Erfolg des Schlafverhaltenstrainings, dass Sie die getroffenen Vereinbarungen genau einhalten. In besonderen Fällen kann es sinnvoll sein, dass das Kind zunächst in einem eigenen Zimmer schläft. Mit Hilfe der Nachtschwester, die das Schlafverhalten des Kindes überwacht, lernen Sie schrittweise, mit dem Problemverhalten des Kindes umzugehen, bis Sie letztlich die  Schlafsituation vollkommen eigenständig regeln. Ziel ist ein ausreichend langer und tiefer Schlaf beim Kind wie bei seiner Bezugsperson. Ein gutes Schlafverhalten kann sich allerdings nur einstellen, wenn die Aktivitäts- und Ruhephasen tagsüber altersentsprechend strukturiert sind und Selbstständigkeit und Entspannungsfähigkeit gefördert werden. Betreuer und Therapeuten helfen Ihnen auch tagsüber, problematisches Verhalten richtig einzuordnen und zeigen Ihnen Veränderungsmöglichkeiten auf. Der Einsatz von Videoanalysen (bei Bedarf auch nachts) kann hierbei hilfreich sein.

Im Rahmen der stationären Therapie wird die Schlafverhaltensstörung als Gesamtphänomen betrachtet und behandelt, wobei eine ständige medizinische Kontrolle erfolgt. Über ein Seminarprogramm werden die Eltern außerdem im Umgang mit den chronische Störungen aufrechterhaltenden Bedingungen ausgebildet. Ziel der Behandlung ist nicht nur die Beseitigung der Akutsymptomatik, sondern darüber hinaus auch der Abbau von Chronifizierungsprozessen.

Das Programm beinhaltet folgende Bausteine:

  • Schlafverhaltenstraining
  • konstante ärztliche, pflegerische und psychologische Kontrolle
  • ärztlich-pflegerische Betreuung im Akutfall
  • psychologische Unterstützung und Beratung der Bezugsperson
  • Klärung der Ursachen und Hintergründe der Schlafstörung
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Stressbewältigungsfähigkeiten und der sozialen Kompetenz (Training in Alltagssituationen)
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikation Eltern - Kind (Interaktionstraining, Videoanalysen)
  • Bindungs- und Trennungstraining
  • Autogenes Training, Laufprogramm
  • altersentsprechende Ernährung
  • gezielte Interventionen in weiteren Problembereichen (z.B. Fähigkeit zur Entspannung, Spieltherapie)
  • Rückfallprophylaxe: intensive Schulung der Eltern für die häusliche Umsetzung



An einer klinikinternen Studie zum Schlafverhaltenstraining nahmen 30 Eltern teil, deren Kinder wegen Schlafproblemen behandelt wurden. 22 dieser Eltern hatten selbst Schlafstörungen entwickelt, 7 Einschlaf- und 15 Durchschlafstörungen. Dies zeigt, dass kindliche Schlafstörungen nicht immer als vorübergehende Phänomene zu betrachten sind, sondern weitere Familienmitglieder in Mitleidenschaft ziehen können.

Behandlungerfolg:
In einer weiteren, langfristig angelegten Studie wurden 40 Eltern in Abständen über den Erfolg des Schlaftrainings befragt. 88% der Eltern beurteilten das Schlafverhalten Ihres Kindes noch ein Jahr nach dem stationären Aufenthalt als verbessert.


Kosten:
Die Kosten für die Behandlung werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.

Der Ablauf:

  • Anmeldung / Vorgespräch (auch telefonisch)
  • Behandlungsdauer: in der Regel 3 Wochen
  • Mitaufnahme der Hauptbezugsperson
  • Unterbringung in einem Eltern-Kind-Zimmer
  • Alter: 0-6 Jahre
  • regelmäßige Kontrolltermine

Zur Aufnahme erforderlich ist...

  • ein Vorgespräch mit dem therapeutischen Leiter (auch telefonisch)
  • eine stationäre Einweisung durch den  Kinder- oder Hausarzt
  • eine Anmeldung / Terminplanung
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Dr. med. Kurt-André Lion
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Tel.: 0209 369-295
Dipl.-Psych. Dietmar Langer
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