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Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen, allergische Erkrankungen

.....wenn es juckt, tränt und einem die Luft wegbleibt
  • Hat ihr Kind Neurodermitis, die immer schlimmer wird?
  • Verträgt es bestimmte Nahrungsmittel nicht und hat immer wieder Kratzattacken?
  • Leidet ihr Kind unter Asthma, häufigen Bronchitiden oder Heuschnupfen?
  • Reagiert ihr Kind immer häufiger auf Alltagssituationen oder hat auch in anderen Bereichen Probleme (z.B. Unruhezustände, Schlafprobleme, Klammerverhalten)?
  • Sind Sie selber mit ihren Kräften am Ende?
  • Sie wollen ihrem Kind helfen, dauerhaft gesund zu werden und ein positives Verhalten zu entwickeln.
  • Sie sind daran interessiert, psychosomatische Krankheiten und Verhaltensprobleme aus einer umfassenden Perspektive zu betrachten.
  • Sie sind bereit, aktive Mitarbeit zu investieren.

Dann sind Sie bei uns richtig

Zur Neurodermitis:
Was tun, wenn ihr Kind….

  • häufig kratzt, auch nachts und die Haut allmählich immer schlimmer wird?
  • auf bestimmte Nahrungsmittel oder Reizstoffe mit Juckreiz oder Ekzemschub reagiert?
  • außerdem Unruhezustände und Schlafprobleme entwickelt?
  • sehr stark klammert und es auch Ihnen schwerfällt, Ihr Kind loszulassen?
  • trotz verschiedener Therapieversuche weitere Verschlechterungen oder keine deutlich stabile Verbesserung aufweist?

Das an Neurodermitis erkranke Kind reagiert häufig schon auf alltägliche Belastungen mit Juckreiz und Kratzen und damit letztlich mit einer Verschlechterung seines Hautzustandes. Diese reduzierte Fähigkeit des Kindes, bereits alltägliche Belastungen und Veränderungen zu kompensieren, zeigt sich typischerweise  im Umgang mit Trennungssituationen von der Hauptbezugsperson, die dem Kind deutliche Probleme bereitet.

Zum Asthma:
Was tun, wenn ihr Kind…

  • oft hustet und chronisch entzündete Atemwege hat?
  • über längere Zeit einen erschwerten Atemfluss aufweist?
  • schwere Asthmaanfälle mit deutlicher Atemnot erleiden musste?
  • auf bestimmte Reizstoffe allergisch reagiert?
  • Anstrengungen vermeiden möchte oder Symptome als Warnsignale des Körpers ignoriert?
  • übermäßig bestimmen und kontrollieren möchte oder aufgrund seiner Erkrankung Mittelpunkt der Familie ist?

Das an Asthma erkrankte Kind weist eine höhere Revierempfindlichkeit auf. Diese zeigt sich in einem übermäßigen  Kontrollverhalten in seinem Lebensraum und seinen Bezugspersonen gegenüber. In Situationen, in denen etwas  gegen dessen Willen geschieht, gerät es übermäßig unter Stress, der wiederum in einer Kette innerer Reaktionen die spezifisch hyperreagiblen (überempfindlichen) Bronchien hervorruft.

Zum Heuschnupfen:
Was tun, wenn ihr Kind…

  • über längere Zeit geschwollene Schleimhäute (Nase, Augen) hat?
  • auf bestimmte Stoffe (z.B. Pollen) jahreszeitlich bedingt reagiert?
  • deswegen bestimmte Orte nicht aufsuchen oder Tätigkeiten nicht durchführen kann?
  • auch in anderen Bereichen Auffälligkeiten aufweist (Schlafprobleme, Unruhe)?
  • schlecht mit Veränderungen umgehen kann, zu Rückzug neigt und leicht zu kränken ist?

Bei Patienten, die an  Heuschnupfen erkrankt sind, findet man oft eine übermäßige Empfindlichkeit bei Konfrontationen mit der Tendenz, zu oft „gute Miene zum bösen Spiel zu machen“ und ein damit verknüpftes ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Probleme, sich effektiv zur Wehr zu setzen, lassen sie oft „verschnupft“, gekränkt reagieren.

Die allergischen Reaktionen
auf bestimmte Stoffe, Pollen, Nahrungsmittel betrachten wir als durch Stress konditionierte (gelernte) Reaktionen des Organismus. Sie sind nur „Nebeneffekte“ ungünstiger Stressbewältigungsstrategien. Um diese Symptome abzubauen, muss der Betreffende lernen, mit Stress besser umzugehen und ein positives Bewältigungsverhalten aufzubauen. Oftmals findet man bei den erkrankten Kindern auch Anpassungsstörungen anderer Art wie z.B. chronische Schlafprobleme oder eine erhöhte Infektanfälligkeit.

Wie kann man sich solche Störungen erklären?
In den letzten Jahren ist eine deutliche Zunahme an psychosomatischen Erkrankungen, Angsterkrankungen sowie Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter zu verzeichnen. Dies betrifft in besonderem Maße die Neurodermitis im Säuglings- und Kleinkindalter, aber auch Asthma und Heuschnupfen bei älteren Kindern und Jugendlichen. Immer wieder trifft man auf Menschen, bei denen die Erkrankung im Laufe des Lebens ohne äußere Einwirkung (spontan =  von innen heraus) wieder verschwindet. Dies spricht gegen die Vererbung als Ursache dieser Erkrankungen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Fähigkeit des Einzelnen, mit Veränderungen und Belastungen umzugehen, der entscheidende Faktor ist. Manche Erfahrungen können einen Menschen derart treffen und im Moment überfordern, dass Stress- und Abwehrreaktionen in Gang gesetzt werden, die körperliche Symptome wie z.B. Ekzemreaktionen zur Folge haben. Daraus ergibt sich die Tatsache, dass Eltern keinerlei Schuld an der Erkrankung ihrer Kinder tragen! Ungünstige Ernährungs- und Umweltbedingungen sowie ungünstige Reaktionen der Bezugspersonen können aber die Erkrankung verstärken und weiter aufrechterhalten.

Für Ärzte, Therapeuten und Medizinische Dienste:
Da Abwehrvorgänge nicht, wie lange Zeit angenommen, ausschließlich autonom nach Fremdstoffkontakt ablaufen, sondern größtenteils zentral über den Hypothalamus gesteuert werden, ergibt sich daraus das Verständnis der Neurodermitis als eine erworbene Veränderung in der Regulation des Immunsystems. Bei dessen funktionaler Steuerung sind emotionale Prozesse in hohem Maße beteiligt. Durch  unkontrollierbaren Stress kommt es bei dem Betreffenden zu einer Fehlinnervation der Haut: Eosinophile und Helferlymphozyten führen zu einer chronischen Entzündung. Die Neurodermitis läuft dabei in zwei Phasen ab, wobei die Symptome zum Teil maskiert werden und eine Zuordnung zu äußeren Belastungen erschwert wird. Ungünstige Copingstrategien sowie die mit der Erkrankung einhergehende unspezifische Stressstörung lassen den Krankheitsverlauf für den Betreffenden unkontrollierbar erscheinen, was in einen Teufelskreis von Angst, Frustration und Hilflosigkeit führt. Über die Reaktionen der Bezugspersonen, die diese Prozesse ungewollt verstärken, und einen weiteren Selbstwertverlust bei dem Erkrankten zur Folge haben, kommt es zur Chronifizierung. Familiäre Disposition, Umwelteinflüsse und Persönlichkeitsmerkmale spielen hierbei nur eine untergeordnete Rolle.

Zur Therapie von Neurodermitis, Asthma und Heuschnupfen:
Aus ganzheitlicher Sicht betrachten wir diese Erkrankungen als  erworbene Störungen, an deren Entstehung Eltern unschuldig sind. Unser Ziel ist die Wiederherstellung des ursprünglichen Gesundheitszustandes, wobei dem Betreffenden eine normale Lebensführung ohne dauerhafte Einschränkungen (z.B. Ernährung) oder Anwendungen (z.B. Salben, Medikamente) möglich sein sollte.

Neben der körperlichen Symptomatik haben sich bei dem Erkrankten typische ungünstige Stress- und  Verhaltensmuster entwickelt, die therapeutisch zu behandeln sind.

Die Krankheitssymptome werden im Wesentlichen durch drei Faktoren ausgelöst:

  1. Stress und Spannungszustände ´
  2. Allergene und Reizstoffe in der Nahrung
  3. unspezifische Reize (u.a. Pollen, Schadstoff-, Allergen-, Staub- und Rauchbelastungen in der Umwelt)

Das dreiwöchige Behandlungsprogramm beinhaltet verschiedene Bausteine, die zum Teil generell, zum Teil krankheitsspezifisch eingesetzt werden:

  • ärztliche Untersuchung und Maßnahmen zur Akutbehandlung
  • ärztlich- und psychologisch-therapeutische Einzel- und Gruppengespräche
  • Ernährungsumstellung auf eine vollwertige reiz- und allergenarme Ernährung
  • Unterstützung und Aufbau einer tragfähigen Beziehung Bezugsperson - Kind
  • Stressbewältigungs-Training für Kind und Bezugsperson
  • Autogenes Training und andere Entspannungsverfahren
  • Stress-Impfungstraining
  • Bindungs- und Trennungstraining
  • Schlafverhaltenstraining
  • Ausbildung und Einsatz der Bezugspersonen als Co-Therapeuten
  • begleitende Seminare und Vorträge

Die Therapie beinhaltet mehrere Schritte:
Nach einer kurzen Beobachtungs- und Eingewöhnungsphase gelangen die oben angeführten Therapieinhalte modulhaft zur Anwendung. Wenn keine dringende medizinische Notwendigkeit vorliegt, arbeiten wir in der Neurodermitis-Therapie ohne Salben und Medikamente. Die genaue Analyse des „ungeschminkten“ Symptomverhaltens (Hautreaktion, Stressbewältigung) ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.
Notwendige medizinische Maßnahmen werden selbstverständlich angewandt, so kann z.B. bei der Asthmatherapie die zeitweise oder längerfristige Gabe von Medikamenten notwendig sein.

Verhaltensveränderungen werden systematisch  gemeinsam mit der Bezugsperson aufgebaut.

Der Aufenthalt stellt für Eltern und Kind kein Kurprogramm dar, sondern erfordert die aktive Mitarbeit und persönlichen Einsatz der Bezugspersonen.
Unsere langjährigen Erfahrungen zeigen eine tiefgreifende und langanhaltende Verbesserung in einem Zeitraum von ca. 1- 1,5  Jahren. Dies betrifft nicht nur das vordergründige Symptom, sondern insgesamt zeigt sich durch die Verhaltensänderungen eine deutlich verbesserte Lebensqualität der gesamten Familie.

Auch nach dem stationären Aufenthalt betreut das Team Sie weiterhin über Kontrolltermine, Telefonberatungen sowie über unsere bundesweit organisierten Selbsthilfegruppen des Bundesverbandes „Allergie- und umweltkrankes Kind“ e.V. (AuK)

Für Ärzte, Therapeuten und Medizinische Dienste:
Die Therapie konzentriert sich auf die Verbesserung der Stressbewältigungsfähigkeiten mittels Autogenem Training und Interventionen im Sinne eines Stressimpfungstraining (in Kombination mit spezifischer Exposition). Grundsätzlich wird die Familie mit in die Therapie eingebunden, um Schuldkomplexe abzubauen und die Compliance zu verbessern. Kurzfristig werden belastende Stoffe z.B. über eine Nahrungsumstellung vermieden, Salben und Medikamente werden nur im Akutfall eingesetzt. Alle Programmbausteine sind standardisiert und modulförmig aufeinander aufgebaut. Schon während des stationären Aufenthaltes ist in der Regel eine deutliche Reduktion an Intensität und Häufigkeit des Kratzverhaltens der Kinder zu beobachten. Der zeitliche Rahmen der Behandlung erstreckt sich insgesamt auf ca. 1 -  1½ Jahre nach dreiwöchigem stationären Aufenthalt. Erwartet wird eine Wiederherstellung des ursprünglichen Gesundheitszustandes ohne entscheidende Einschränkungen in der Lebensführung bzw. dauerhaften Einsatz von Anwendungen. Die Nachbetreuung erfolgt u.a. über regelmäßige Kontrolltermine in der Klinik und über ein seit mehr als 20 Jahren bestehendes bundesweites Netzwerk von Selbsthilfegruppen (AUK), sowie über Vorträge und Seminare.

Die Kosten für die Behandlung werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.

Der Ablauf:

  • Anmeldung / Vorgespräch (auch telefonisch)
  • Behandlungsdauer: in der Regel 3 Wochen
  • Mitaufnahme der Hauptbezugsperson
  • Unterbringung in einem Eltern-Kind-Zimmer
  • Alter: Säuglinge, Kleinkinder, Schulkinder und Jugendliche
  • halbjährliche Kontrolltermine

Sie haben die Möglichkeit unser Therapieverfahren an einem „Schnuppertag“ kennenzulernen. Informationen dazu erhalten Sie von unseren Mitarbeitern

Zur Aufnahme erforderlich ist...

  • eine stationäre Einweisung durch den Kinder- oder Hausarzt
  • Anmeldung / Terminplanung
Dr. med. Kurt-André Lion
Dr. med. Kurt-André Lion
Gesamtleitung
Tel.: 0209 369-295
Dipl.-Psych. Dietmar Langer
Dipl.-Psych. Dietmar Langer
Tel.: 0209 369-227
Ausgezeichnet für KINDERKTQ-Zertifikat
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