Behandlungsspektrum

Folgende Krankheitsbilder / Verhaltensauffälligkeiten werden in der Abteilung behandelt:

Allgemeiner Konzeptüberblick

Die o.g. Krankheiten / Verhaltensauffälligkeiten betrachten wir als Stresskrankheiten. Die bei den Betroffenen entstandenen, ungünstigen Stressmuster (körperliche Reaktionen, Verhaltensweisen) können mittels Lernerfahrungen nachhaltig verändert werden. Im Rahmen des dreiwöchigen stationären Aufenthaltes lernen das Kind und seine Bezugsperson, ungünstige Stressmuster abzubauen und angemessene Verhaltensweisen zu entwickeln.

Die verhaltensmedizinische Behandlung psychosomatischer Erkrankungen bzw. Verhaltensauffälligkeiten beinhaltet verschiedene Grundelemente:

Das Symptom

Mit Ihnen gemeinsam arbeiten wir an Ursachen und Hintergründen der Entstehung, um daraus die entsprechenden Therapieschritte abzuleiten. Eine akut medizinische Behandlung der Symptomatik wird bei Bedarf durchgeführt.

Der körperliche Zustand

Ist das Kind körperlich geschwächt, benötigt es eine bestimmte medizinische Behandlung, Therapie (z.B. Physiotherapie) oder Ernährung (z.B. allergenarm)?

Das Verhalten

Wenn es Verhaltensweisen (z.B. Schlafstörungen) gibt, die das Symptom weiter aufrechterhalten, helfen wir Ihnen, diese zu verändern (z.B.Schlafverhaltenstraining)

Das Gefühl

Grundsätzlich lassen wir zu, dass Kinder ihre Gefühle zeigen dürfen,denn Emotionen sind notwendig, um das Leben zu genießen und Belastungen zu bewältigen. Unkontrollierte Gefühlausbrüche sind, genauso wie eine ständige Blockierung von Gefühlen, schädlich für die Gesundheit. In der Therapie lernt Ihr Kind, Emotionen angemessen und situationsbezogen zu äußern.

Die Einstellung

Angst ist ein schlechter Therapeut. Die Angst, es könnte alles noch schlechter werden, führt genau dazu. Im Rahmen des Behandlungsprogrammes gewinnen Sie wieder eine positive Einstellung, die auch Ihrem Kind hilft, ein positives Verhalten zu entwickeln.

Die Beziehungen

Die Mitarbeit der Bezugspersonen ist für uns ein entscheidendes Element im Therapieprozess. Eine sichere Bindung zwischen Bezugsperson und Kind ist die Grundvoraussetzung zur Heilung.

Wir bemühen uns, Eltern und Großeltern so in das Programm einzubeziehen, dass das Familiensystem gestärkt wird und somit für das Kind optimale Bedingungen in der häuslichen Umsetzung des Programmes gegeben sind.

Stressbewältigung

Nächtliches Weinen, Schreien, Kratzen, Unruhezustände und permanentes Protestverhalten sind Anzeichen für ein erhöhtes Stressmaß des Betreffenden. Mittels Entspannungsverfahren und der Möglichkeit, den Umgang mit Stress regelmäßig zu üben, lassen sich schon während des stationären Aufenthaltes Verbesserungen erzielen.

Lebensumstände

Welche Rahmenbedingungen benötigt ein Kind, um zu gesunden und sich zu einem selbstbewussten Menschen weiterentwickeln zu können? Nicht alles, was möglich ist, ist im Umgang mit einem Kind auch richtig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Lebensraum für Ihr Kind günstig und förderlich gestalten können. 

Für Ärzte, Therapeuten und Medizinische Dienste:
In der stationären psychosomatischen Komplexbehandlung lässt sich über die Verhaltensbeobachtung in Alltagssituationen eine wirklichkeitsnahe Diagnostik somatischer, psychologischer und sozialer Aspekte der Symptomatik und der damit verknüpften Verhaltensmuster durchführen. Die Verhaltensmodifikation erfolgt auf der Basis eines multifokalen Therapieansatzes, welcher standardisierte und modulförmig  eingesetzte Therapiebausteine wie Stressimpfungstraining, Entspannungsverfahren, systemische und kognitive Therapie, Verhaltenstherapie, Strukturtherapie, Bindungs- und Trennungstraining, Ernährungstherapie usw. beinhaltet. Ein besonderes Charakteristikum der Therapie stellen gezielte Interventionen zur Stress-Induktion dar, womit eine deutliche Abgrenzung zu Kur- und Rehamaßnahmen gegeben ist. Maßgebend für das Konzept sind die Leitlinien zu Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes und Jugendalter sowie die Leitlinien für eine pädiatrische Psychosomatik.
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Dipl.-Psych. Dietmar Langer
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Dr. med. Kurt-André Lion
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