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Erfahrungsberichte

Frau T.-H. mit Tochter, 2 ½ Jahre

Aufnahme wegen Essverhaltensstörungen, Interaktionsstörungen, September 2007 

Vor unserem Aufenthalt in Gelsenkirchen habe ich bis zu 5 Stunden täglich damit verbracht, unsere Tochter zum Essen zu überreden oder sie zu füttern. Unser Sohn (8 Jahre) zeigte Verhaltensauffälligkeiten und ich selbst war seit Monaten krank: anfangs Lungenentzündung und dann ein Entzündungsherd nach dem anderen über den Körper verteilt.

Dann erfuhr ich, dass die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen auch auf Essverhaltensstörungen spezialisiert ist. Vorher hatte ich von meiner Schwägerin schon sehr viel Gutes von der Klinik gehört und so einige Tips zur Kindererziehung und Stressvermeidung erhalten. Aber zwischen dem „Hören“ von anderen und dem „Selbst-Erleben“ lagen Welten. Die 1. Woche war anstrengend, weil viele neue Eindrücke, Infos und Abläufe verarbeitet werden mussten. Doch dann trat Erholung ein und die Vorträge waren so interessant und aufschlussreich, dass ich eine Erleuchtung nach der anderen hatte und verstand, weshalb ich krank war, weshalb unser Sohn auffällig werden musste und weshalb wir manchmal so aneinander geraten sind, dass die Situation eskalierte.

Auch von den Schwestern bekam man Tipps, und ich habe mich nie zuvor in irgendeiner Klinik so angenommen, verstanden, unterstützt und so wohl wie zuhause gefühlt wie in Gelsenkirchen. Am Samstag fahren wir nachhause. Unsere Tochter isst jetzt völlig selbständig in angemessener Zeit und genug. Mit unserem Sohn habe ich schon die erste Situation erlebt, die vor Gelsenkirchen eskaliert wäre, nun aber von meiner Seite aus völlig ruhig ablief und trotzdem - oder gerade deswegen - zum Ziel führte.

Ich freue mich darauf, alles zuhause umzusetzen und habe ja jetzt auch viel mehr Zeit.
Ich selbst bin hier „ganz nebenbei“ meine Schulter- und Nackenschmerzen und meine diversen Entzündungen losgeworden und fühle mich richtig gut.“

Herr S.

Aufnahme Januar 2008 wegen Neurodermitis (zwei Kinder 1 ½  und 3 Jahre)

Brief eines Vaters, der seine Frau und seine zwei Kinder im Januar 2008 in der Therapie in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen begleitet hat

„Zunächst hatte ich nur geplant, die ersten drei Tage bei meiner Familie in Gelsenkirchen zu bleiben. Ich hatte dann das Glück, flexibel reagieren zu können und noch spontan meinen Aufenthalt zu verlängern, als ich merkte, dass meine Frau und die Kids mich gerade in der Anfangszeit sehr brauchten.
Für mich war es sehr gut, weg vom normalen Alltag die Erziehung unserer Kinder zum Schwerpunktthema zu machen und bestimmte kritische Punkte gemeinsam und bewusst anzugehen. Die Seminare waren hilfreich und haben mir und meiner Frau viel Anlaß zu Gesprächen gegeben.
Ich kann jedem Vater nur empfehlen, diese drei oder mehr Wochen der stationären Therapie als Chance für sich, die Ehe und die Familie zu nutzen. Uns fiel die Weiterführung des Konzeptes zuhause wohl auch deshalb leicht, weil wir beide den Ansatz verstehen und seinen Wert erkennen. Wir können „an einem Strang ziehen“ und sehen schon jetzt die positive Veränderung in unseren Kindern, die auch uns eine neue Lebensqualität bringt.“

Frau A. mit Tochter, 4 Jahre

Aufnahme 2006 wegen Neurodermitis

Brief vom Mai 2008

„Ein Hallo aus der Schweiz,
bald sind es zwei Jahre her seit wir bei Ihnen waren. Unsere Tochter hat sich zu einer außerordentlichen Persönlichkeit entwickelt, was beinahe unfassbar ist.

Ich möchte mich einfach einmal wieder melden bei Ihnen. Es ist ab und zu unfassbar, wie gut es Ihr geht. Und dies mit so einem „einfachen“ Konzept wie Gelsenkirchen.
Mich würde es wunder nehmen, ob es in der Zwischenzeit noch mehr Kinder aus der Schweiz hat, die den Weg zu Ihnen gefunden haben, oder bleiben wir die Ausnahme?
Sicherlich gibt es Schwankungen, aber damit können wir umgehen. Ich selbst finde langsam, aber sicher wieder zu mir. Das Autogene Training halte ich nach wie vor sechs Tage die Woche ein. Und jetzt, nach bald zwei Jahren, merke ich, wie ich mehr und mehr Freude am Leben habe und das Lachen wieder voll und ganz gefunden habe. Kurz und gut, wir sind wieder eine intakte Familie, die sich gern hat und viel gelernt hat. Und unsere älteste Tochter hat Spaß daran, dass die Kleine bald wieder alles Essen kann.
Noch streichen wir den Zucker und andere Kleinigkeiten aus dem Essensplan, aber dies zugunsten von uns allen.

Ich erzähle oft von Ihrem Konzept und komme so richtig ins Schwärmen (im Nachhinein)!!!. Leider haben die Ärzte hier kein Ohr für Euch. Letzthin war ich mit der Kleinen beim Kinderarzt, das erste Mal seit 2006, in einer Zweijahreskontrolle. Der Arzt traute seinen Augen nicht. Wie wir zum Erfolg gekommen waren, interessierte ihn nur am Rande.“  

Frau M. mit Sohn, 3 Jahre

Aufnahme 2006 wegen Neurodermitis, Bauchschmerzen, Essverhaltens- und Schlafstörungen

Brief vom Mai 2008

„Ich melde mich noch einmal bei Ihnen, um Bericht zu erstatten. Zuerst das Wichtigste: Mein Junge ist wirklich wieder so wie früher: er lacht viel, tobt, rennt, macht Späße, redet wie ein Großer und darüber hinaus isst er auch noch gut und erfreut sich bester Gesundheit.

Zusammenfassung: ES GEHT UNS GUT!

Im Einzelnen:
Am Ankunftstag nach dem Aufenthalt war er sofort wieder „zuhause“ (im Gegensatz zu mir), als wäre er nie weg gewesen. Was nicht heißt, dass er die Zeit in Gelsenkirchen sofort vergessen hätte. Er erzählt jetzt noch oft von den anderen Kindern aus der „Mäuseburg“. Mit dem Essen gab es in den ersten Tagen keine Probleme. Er isst gut, hat aber eindeutig Vorlieben. Das heißt, er meckert oft über sein Essen, isst es dann aber doch. Und tröstet sich damit, dass er im nächsten Sommer wieder alles essen darf. Trotzdem genießt er auch seine Extrasachen, die ich mit viel Liebe und nur für ihn zubereite.

Sein Schlafverhalten hat sich ebenfalls sehr verbessert, meist schläft er durch und ist am nächsten Morgen selbst überrascht, dass die Nacht schon vorbei ist, obwohl er doch gerade erst die Augen zugemacht hat (seine Worte).

Eine Wohltat für die Familie ist die Mittagsruhe, die bei uns immer eingehalten wird. Seltsamerweise scheinen die Kinder das noch mehr zu genießen als ich selbst. Während sie früher eine Auszeit als Strafe empfunden haben, freuen sie sich jetzt fast auf ihre Alleinzeit in ihren Zimmern. Insgesamt ist der Umgang mit den Kindern entspannter und harmonischer geworden.“

PS.: Es macht mich ein bisschen wütend, wenn meine Bekannten sagen: „ Das hätte ich niemals gemacht, einen ganzen Sommer in Gelsenkirchen!“ Meine Antwort: „Für mich war es nur ein Sommer von vielen. Für mein Kind war es der Sommer seines Lebens!“ 

Dr. med. Kurt-André Lion
Dr. med. Kurt-André Lion
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Tel.: 0209 369-295
Dipl.-Psych. Dietmar Langer
Dipl.-Psych. Dietmar Langer
Tel.: 0209 369-227
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